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Fragen & Antworten

Immer wieder hört und liest man, dass der Bedarf an stationären Pflegeplätzen in verschiedenen Städten und Regionen rückläufig ist. Trifft dies auch auf Rapperswil-Jona zu?
Eine solche Trendwende ist in Rapperswil-Jona nicht absehbar. Bis im Jahr 2030 ist eine Zunahme um rund 100 auf insgesamt 300 stationäre Pflegeplätze realistisch. Zurzeit sind ca. 100 Bürgerinnen und Bürger von Rapperswil-Jona in auswärtigen Alters- und Pflegeeinrichtungen untergebracht – teilweise aufgrund von Kapazitätsengpässen. Die Anzahl Pflegeplätze ist seit zehn Jahren unverändert. Im Quervergleich mit anderen Städten hat Rapperswil-Jona wenige Plätze.

Könnte man anstelle eines Neubaus nicht das Bürgerspital und das Pflegezentrum Meienberg renovieren?
An beiden Orten sind die Um- und Ausbaumöglichkeiten beschränkt. Im Bürgerspital sind strenge denkmalpflegerische Auflagen zu erwarten. Ausserdem ist es in der heutigen Zeit kaum noch möglich, so kleine Zentren praktisch zu organisieren und wirtschaftlich zu führen.

Ist trotz der Grösse der Anlage ein persönliches Ambiente gewährleistet?
Die räumlichen Strukturen des stationären Bereichs basieren auf dem zeitgemässen Wohngruppenkonzept. Jede Wohngruppe verfügt über einen eigenen Essbereich mit persönlichem Ambiente. Die Bewohnerinnen und Bewohner nehmen die Mahlzeiten in der überschaubaren Wohngruppe ein, statt wie früher in einem grossen Speisesaal.

Was bedeutet «Wohnen mit Service»?
Die Bewohnerinnen und Bewohner haben die Möglichkeit, hauswirtschaftliche, gastronomische, pflegerische und andere Dienstleistungen und Services nach Bedarf und freier Wahl sowie individueller Verrechnung aus dem Pflegezentrum zu beziehen.

Wie wird eine demografische Durchmischung erreicht?
Neben den privaten Wohnbereichen sind im Zentrum Schachen gemeinschaftlich genutzte Räume wie zum Beispiel ein öffentliches Restaurant, Veranstaltungsräumlichkeiten und an externe Dienstleister vermietete Bereiche vorgesehen (z.B. Coiffeur/Podologie). Es soll ein offener Ort der Begegnung für die ganze Bevölkerung werden. Zudem sind generationenverbindende Nutzungen möglich. So ist in einem Haus der Alterswohnungen die Integration einer Kindertagesstätte oder eines Mittagstisches für Schülerinnen und Schüler vorgesehen.

Was bedeutet das Projekt für die Mitarbeitenden von RaJoVita?
Zeitgemässe Anstellungsbedingungen sind der Stiftung RaJoVita schon heute ein wichtiges Anliegen in einem umkämpften Fachkräftemarkt. Für die Mitarbeitenden der bestehenden Alterseinrichtungen in Rapperswil-Jona eröffnen sich mit dem Zentrum Schachen zusätzliche Chancen, in einem modernen und zukunftsorientierten Unternehmen zu arbeiten.

Wird der Neubau Umweltstandards wie zum Beispiel Minergie erfüllen?
Die Stadt will beim Pflegezentrum die Zertifizierung nach dem Standard für Nachhaltiges Bauen Schweiz SNBS erreichen. Für die Alterswohnungen ist die Primäranforderung Minergie (Standard 2017) einzuhalten.