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Finanzierung

Das Pflegezentrum Schachen soll nach Vorgaben der Stadt Rapperswil-Jona von einem Investor finanziert und realisiert werden. Seit dem 17. Januar 2020 läuft das Bieterverfahren. Parallel dazu entwickelt die Stadt das Projekt bis zum Vorliegen der Baubewilligung selber weiter. Auch danach behält sie maximalen Einfluss. Hier finden Sie alle Informationen zum Ablauf der Suche nach einem Investor.

 

→ Die Wahl des Investors

→ Die Kriterien

→ Die Jury

→ Die Aufgabenteilung

→ Die Gründe für eine Investorenlösung

 

Die Wahl des Investors

Die Stadt Rapperswil-Jona hat mit der Suche nach einem Investor begonnen, der das Pflegezentrum Schachen finanzieren, realisieren und langfristig an die Stiftung RaJoVita vermieten soll. Seit dem 17. Januar 2020 läuft das Bieterverfahren im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung.

In einem zweistufigen Verfahren wird anhand verschiedener Kriterien geprüft, welche Bieter grundsätzlich geeignet sind. Maximal fünf Bieter kommen nach der Präqualifikation in die Angebotsphase. Dort erhält das wirtschaftlich attraktivste Angebot den Zuschlag. Abschliessend entscheidet das Stimmvolk an der Urne über den Baurechtsvertrag mit dem ausgewählten Investor. 

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Die Kriterien

In der ersten Stufe (Präqualifikation) muss der künftige Investor unter anderem Referenzen von vergleichbaren Projekten vorzeigen können, langfristig und nachhaltig planen, das Projekt in all seinen Teilaspekten analysieren und verstehen und die Interessen der Stadt Rapperswil-Jona berücksichtigen. Zu diesen Interessen gehört beispielsweise, dass der unterzeichnete Mietvertrag mit der Stiftung RajoVita übernommen wird, das Projekt zeitnah und qualitativ einwandfrei umgesetzt wird sowie eine MINERGIE-ECO-Zertifizierung erreicht wird. 

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In der zweiten Phase erhält jenes Angebot den Zuschlag, das wirtschaftlich am attraktivsten ist und bezüglich Vorgehen und Qualitätssicherung am besten abschneidet.

 

Die Jury

Die Angebote werden in beiden Phasen von einer sechsköpfigen Jury bewertet, die aus städtischen Behördenvertretern, Fachexperten und Beratern besteht.

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Die Aufgabenteilung

Stimmen die Bürgerinnen und Bürger von Rapperswil-Jona dem Baurechtsvertrag zu, unterzeichnet der Investor einerseits den Baurechtsvertrag mit der Stadt und übernimmt andererseits den Mietvertrag mit der künftigen Betreiberin des Pflegezentrums, der städtischen Stiftung RaJoVita. Die Stiftung betreibt bereits heute einen grossen Teil der Alterseinrichtungen in Rapperswil-Jona.

Baurechtsvertrag und Mietvertrag sind jeweils auf eine Laufzeit von 30 Jahren ausgelegt. Der Mietvertrag legt unter anderem fest, dass der Investor das Gebäude inklusive Innenausbau gemäss Bauprojekt der Stadt und den betrieblichen Vorgaben von RaJoVita erstellt. Weiter ist der Investor für die zyklische Instandsetzung und die Gebäudekosten zuständig ist. RaJoVita finanziert die Erstausstattung und ist für die laufende Instandhaltung verantwortlich.

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Die Gründe für eine Investorenlösung

 

Die Stadt behält maximalen Einfluss auf das Projekt und den Betrieb.
Die Stadt Rapperswil-Jona entwickelt das Projekt bis zur Unterzeichnung der Verträge mit dem Investor selber. Durch die Leistungsvereinbarung mit der Betreiberin, der Stiftung RaJoVita, behält die Stadt ihren Einfluss auch nach der Fertigstellung. 

Der Investor realisiert das Projekt nach klaren Vorgaben von Stadt und RaJoVita.
Es kommen nur Anbieter in Frage, die anspruchsvollen Eignungskriterien standhalten. Der Investor wird zudem verpflichtet, beim Innenausbau die Bedürfnisse der Stiftung RaJoVita zu berücksichtigen.

Der Investor berücksichtigt die Interessen der Stadt.
Zu den Eignungskriterien im Auswahlprozess gehört, dass die Ziele der Stadt Rapperswil-Jona erfüllt werden. Dazu gehören unter anderem, dass das Projekt zeitnah und qualitativ einwandfrei umgesetzt wird und dabei regionale Wertschöpfung entsteht. 

Die Stadt trägt keine Baurisiken.
Die Baukosten für das Pflegezentrum, die sich gemäss Grobschätzung auf rund 63 Mio. Franken (+/- 15%) belaufen, werden vom Investor getragen. Das Grundstück wird dem Investor im Baurecht abgegeben und verbleibt im Eigentum der öffentlichen Hand. Die Stadt erhält einen jährlichen Baurechtszins und zudem eine Rückerstattung der bisherigen Projektierungskosten.

Die Qualität der Pflegeleistungen ist langfristig garantiert.
Die Leistungsvereinbarung zwischen der Stadt und der Betreiberin RaJoVita garantiert die Qualität der Pflegeleistungen im späteren Betrieb. 

Der Investor geht ein langfristiges Engagement ein.
Sowohl der Baurechts- als auch der Mietvertrag haben eine Laufzeit von mindestens 30 Jahren. Der Mietvertrag verpflichtet den Investor zu einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit der Betreiberin RaJoVita sowie zur regelmässigen Instandsetzung des Gebäudes.

Private Investoren bauen günstiger und schneller.
Private Investoren sind im Vergabewesen freier und können bessere Konditionen erreichen als die öffentliche Hand. Aufgrund ihrer Erfahrung können sie zudem häufig Optimierungen im Bauablauf bewirken.